Fertighaus Finanzierung – Das gilt es zu beachten

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Der Besitz eines Eigenheims stellt für viele Singles, Paare und Familien mit Kindern ein wichtiges Ziel dar, auf das unbeirrt hingearbeitet wird. Dabei entscheiden sich immer mehr Menschen ganz bewusst für ein Fertighaus. Doch selbst wenn das zukünftige Traumhaus zumindest in Gedanken bereits bis ins Detail geplant wurde, ist vorab noch etwas zu klären: die Fertighaus Finanzierung. Ein Punkt, der ausschlaggebend für den Verlauf des gesamten Bauprojekts sein kann. Schließlich hängt alles Weitere davon ab, dass zukünftige Bauherren das nötige Geld für ihr Traumhaus parat haben. 

Was zeichnet ein Fertighaus aus?

Fertighäuser sind längst kein Trend mehr, von dem man annehmen könnte, dass er irgendwann von der Bildfläche verschwindet, sondern schon seit Jahrzehnten eine attraktive Option für Bauherren. Im Gegensatz zu einem Massivhaus wird das Fertighaus auf der Baustelle aus im Werk vorgefertigten Elementen zusammengesetzt, was die Bauzeit immens verkürzt. Das ist unter zweierlei Gesichtspunkten von Vorteil: Zum einen müssen die Eigentümer weniger lange warten, bis sie ihr lang ersehntes Traumhaus beziehen können. Zum anderen fällt die Doppelbelastung durch Kreditraten und Mietzahlungen frühzeitig weg – ein Pluspunkt auf finanzieller Ebene. Doch das sind längst nicht die einzigen Vorteile, von denen Fertighaus Käufer profitieren. Hinzu kommen diese Vorzüge von Fertighäusern:

  • Planbare Kosten: Fixer Preis erleichtert die finanzielle Zukunftsplanung
  • Ausschluss von Mehrkosten: Keine unerwarteten Kosten im Laufe des Baus
  • Hohe Qualität: Gleichbleibender Qualitätsstandard durch Vorfertigung im Werk
  • Auswahl: Jede Menge Neubau Anbieter und verschiedenste Hausarten (z.B. Villa, Landhaus, Bungalow, Mehrfamilienhaus etc.)
  • „Vorschau“: Verschaffen eines ersten Eindrucks und Sammeln von Informationen durch Musterhäuser-Besichtigungen und Werbematerialien

Der Irrglaube, bei einem Fertighaus handle es sich um eine Immobilie von der Stange, die dem Bauherrn kaum Optionen der individuellen Gestaltung bietet, hält sich wacker. Tatsächlich ist es so, dass die zukünftigen Hausbesitzer sehr wohl eigene Ideen und Vorstellungen mit einbringen können – ein Fertighaus ist kein o8/15 Gebäude, das immer gleich aussieht. Zugegeben: Ganz so frei wie bei einem Architektenhaus ist der Eigentümer bei der Fertighaus Gestaltung nicht, denn manche Komponenten sind fest vorgegeben. Dennoch bieten sich viele Möglichkeiten, dem Traumhaus eine persönliche Note zu verleihen und die Immobilie aktiv mitzugestalten. 

Kosten: Wie teuer ist der Fertighaus Kauf?

Die Zeiten, zu denen Anbieter von Fertighäusern Listen und Kataloge mit verbindlichen Preisaussagen herausgegeben und per Post verschickt haben, sind definitiv vorbei. Heutzutage gibt es nur noch sehr vereinzelt Fertigbauunternehmen, die ohne eine vorherige Beratung und genaue Besprechung Preise angeben. Stattdessen werden konkrete Angebote erst im Nachgang an Gespräche mit dem Bauherrn erstellt und sind dann präzise auf dessen Wünsche und Anforderungen abgestimmt. Deshalb ist es uns nicht möglich, an dieser Stelle genaue Informationen dazu zu liefern, wie hoch die Kosten für ein Haus Marke Fertigbau sind. Stattdessen möchten wir einen genaueren Blick darauf werfen, welche Faktoren den Gesamtpreis für das Haus bestimmen:

Anbieter, Haustyp und Größe des Hauses

Wie bei so vielem gibt es auch im Bereich der Fertigbau Häuser günstige Anbieter und High-End-Unternehmen, die Immobilien im Luxussegment anbieten. Das Preisniveau hängt folglich grundsätzlich vom einzelnen Anbieter und dessen Zielgruppe ab. Daneben spielen Typ und Größe des Gebäudes eine entscheidende Rolle: Die riesige Stadtvilla mit drei Etagen und weitläufigem Keller kostet logischerweise deutlich mehr als der kleine Bungalow für die Zwei-Personen-Nutzung. 

Art und Umfang der Ausstattung

Erheblichen Einfluss auf die Kosten für ein Haus hat außerdem die vom Kunden gewünschte Ausstattung. Je mehr an Ausstattung gekauft wird und je hochwertiger diese ist, desto höher steigt der Gesamtpreis. Ein Beispiel: Ein schlüsselfertiges Haus mit einer Menge luxuriöser Ausstattungselemente kommt den Bauherrn selbstverständlich teurer als ein Ausbauhaus ohne jegliche Extra-Ausstattung. 

Maß an eingebrachter Eigenleistung

Zu guter Letzt darf das Thema Eigenleistung nicht vergessen werden. Bauherren, die über handwerkliches Geschick verfügen und die Zeit dafür aufbringen können, können mit der Einwilligung des Fertigbauunternehmens einige Bauarbeiten selbst durchführen, um die Kosten etwas zu schmälern. Aber: Die Eigenleistung kommt als Sparmaßnahme nur dann infrage, wenn sich der Bauherr absolut sicher ist, dass er die jeweiligen Arbeiten in hoher Qualität durchführen kann. Andernfalls ist es besser, etwas mehr zu bezahlen und die Experten ihre Arbeit machen zu lassen. 

Fertighaus Finanzierung: Wie viel Eigenkapital wird benötigt?

Geht es um die Fertighaus Finanzierung und die Aufnahme eines Kredits beschäftigt Leser oft eine wichtige Frage: Habe ich überhaupt das nötige Eigenkapital für eine Baufinanzierung? Die Antwort darauf hätte noch vor wenigen Jahren nur „Ja“ lauten können, wenn Eigenkapital in Höhe von Minimum 20% des Gesamtumfangs der Fertighaus Finanzierung vorhanden ist. Dieser Wert, der einst als eine Art goldene Regel der Baufinanzierung galt, trifft heute nicht mehr unbedingt zu. Oftmals kann die Fertighaus Finanzierung mit der Unterstützung von Finanzierungsexperten auch mit deutlich weniger Eigenkapital auf die Beine gestellt werden. Doch nach wie vor gilt: Je mehr Eigenkapital eingesetzt werden kann, desto günstiger fallen die Kredit Konditionen aus. Im Idealfall können Bauherren also mindestens 20%, besser noch 30% der benötigten Mittel in Eigenkapital vorweisen – nur so kann auf Top-Konditionen gehofft werden. 

Fertighäuser bauen ohne Eigenkapital – Geht das?

Wie bereits angedeutet, ist es heute nicht mehr zwingend nötig, einen bestimmten Anteil an Eigenkapital mitzubringen, um eine Fertighaus Finanzierung abschließen zu können. Prinzipiell ist sogar eine Baufinanzierung ganz ohne Eigenkapital machbar. Dann wird von einer sogenannten Vollfinanzierung oder 100%-Finanzierung gesprochen. Ob und inwiefern diese im Hinblick auf laufende Kosten für den Lebensunterhalt und unter Berücksichtigung anfallender Nebenkosten zu stemmen ist, klären Interessenten am besten im Rahmen einer professionellen Finanzierungsberatung. Schließlich sind Vollfinanzierungen nicht selten mit ziemlich hohen Zinsen und einem erhobenen Risikozuschlag seitens der Banken verbunden. Die Steigerung der Vollfinanzierung ist die 110%- oder 120%-Finanzierung, die das Geld für sämtliche anfallenden Nebenkosten und Gebühren, beispielsweise für Versicherungen, Makler und den Notar, mit einschließt. Auf weitere gängige Arten der Fertighaus Finanzierung wird später in diesem Artikel im Detail eingegangen. 

Mögliche Gründe für eine Kredit-Absage

Die Nachricht, dass der Kredit-Antrag für die Baufinanzierung von der Hausbank oder sogar von mehreren Banken abgelehnt wurde, kann für Bauherren niederschmetternd sein. Trudelt eine Absage nach der nächsten ins Haus, sollten die Betroffenen Informationen dazu einholen, wie genau es zu den Absagen kommt. Sie können direkt bei den Banken nachfragen und idealerweise zusätzlich einen Experten zu Rate ziehen, der ihnen dabei hilft, der Sache auf den Grund zu gehen. Generell gibt es einige besonders häufig genannten Gründe, aus denen Banken Antragstellern ihre Einwilligung in die Fertighaus Finanzierung verweigern:

  • Befristeter Arbeitsvertrag/Probezeit: Die Fähigkeit des Kreditnehmers, die Raten langfristig zu tragen, ist nicht gesichert
  • Negative Haushaltsrechnung: Unter Berücksichtigung der laufenden Kosten ist absehbar, dass der Antragsteller die Rückzahlungsraten mit Zinsen nicht bezahlen kann
  • Schlechte Bonität: Der Schufa-Score spricht gegen die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers
  • Überzogene Konten/Kontopfändungen: Der Antragsteller hat bereits Schulden, die er noch nicht beglichen hat
  • Laufende Kredite: Der Kreditnehmer zahlt andere Darlehen ab und kann sich keine weitere Rate inklusive Zinsen leisten
  • Alter: Der Antragsteller befindet sich im fortgeschrittenen Alter und wird den Kredit zu Lebzeiten voraussichtlich nicht in voller Höhe abbezahlen können

Arten von Baufinanzierungen im Überblick

Auf dem Gebiet der Baufinanzierung gibt es verschiedene Produkte beziehungsweise Kredit Arten, welche mehr oder weniger die Norm darstellen und heute von vielen Banken angeboten werden. Welche Art von Fertighaus Finanzierung sich im individuellen Fall anbietet, hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte mit einem Finanzierungsberater in aller Ausführlichkeit erörtert werden. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die gängigsten Arten der Fertighaus Finanzierung:

Annuitätendarlehen: Die Standard-Baufinanzierung

Das sogenannte Annuitätendarlehen ist der Standard unter den Baufinanzierungen und die Finanzierungsart, auf die bei Hauskauf und Neubau am häufigsten gesetzt wird. Die Raten setzen sich hierbei aus Tilgungsbeträgen und Zinsen zusammen, die regelmäßig bezahlt werden, wobei die finanzierte Immobilie als Sicherheit dient. Der Zinssatz wird mit Vertragsabschluss für die gesamte Länge der Laufzeit – üblicherweise zehn bis zwanzig Jahre – festgeschrieben. Je nach im Vertrag vereinbarten Bedingungen besteht außerdem die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten. Zum Ende der Vertragslaufzeit muss eine Anschlussfinanzierung aufgenommen werden, sofern noch ein Kredit-Restbetrag verbleibt. Der Aspekt der langen Zinsfestschreibung kann aus Sicht des Kreditnehmers eine vor- oder nachteilige Wirkung haben, und zwar abhängig davon, wie sich die Zinsen über die Jahre hinweg entwickeln. In dieser Hinsicht ist ein Annuitätendarlehen wenig flexibel, dafür aber eine vorausschauend und weit in die Zukunft planbare Art der Haus Finanzierung. 

Bausparvertrag: Eigenkapital und Kredit in Kombination

Die Baufinanzierung über einen Bausparvertrag stellt eine Kombination von Eigenkapital und Kredit für die Haus Finanzierung dar. Sobald der Bausparvertrag, in den zuvor regelmäßig eingezahlt wurde, fällig ist, kann auf der Grundlage des vorhandenen Guthabens ein Bauspardarlehen aufgenommen werden. Wie beim Annuitätendarlehen sind die Zinsen auch beim Bauspardarlehen festgeschrieben. Das Darlehen, das über den Bausparvertrag aufgenommen wird, muss dabei nicht die gesamte Summe decken, sondern kann gegebenenfalls auch als einer von mehreren Teilen der Fertighaus Finanzierung einsetzt werden. 

Endfälliger Kredit: Darlehen mit abschließender Einmaltilgung

Der sogenannte endfällige Kredit wird in Deutschland weniger häufig gewählt als etwa das Annuitätendarlehen, stellt aber auch eine durchaus verbreitete Art der Fertighaus Finanzierung dar. In aller Regel wird das endfällige Darlehen mit einem Bausparvertrag – seltener mit speziellen Versicherungen – kombiniert, da es eine einmalige Tilgung zum Ende der Kreditlaufzeit vorsieht, während zuvor lediglich Zinsraten bezahlt werden. Bei einer clever geplanten Haus Finanzierung fällt die Fälligkeit des Bausparvertrags mit dem Tilgungszeitpunkt des endfälligen Darlehens zusammen, sodass das Bausparguthaben hierfür verwendet werden kann. 

Forward-Darlehen: Sicherung günstiger Zinsen für die Zukunft

Schon heute günstige Konditionen für die Häuser Finanzierung in der Zukunft sichern? Mit einem Forward-Darlehen ist genau das möglich. Der Vertrag wird mit festgeschriebenen Zinsen, die sich nach dem aktuellen Zinsniveau richten, aufgesetzt, die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt aber erst dann, wenn das Geld tatsächlich für den Hausbau benötigt wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Forward-Darlehen ermöglichen es dem Bauherrn, „zuzuschlagen“, wenn die Konditionen gerade günstig sind, selbst wenn der Hausbau oder Haus-Kauf noch nicht kurz bevorsteht. Damit geht allerdings das Risiko einher, dass das Zinsniveau während der Forward-Periode – dem Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Auszahlung – weiter sinkt und man später einen um einiges günstigeren Kredit abschließen hätte können. Außerdem werden für gewöhnlich Zinsaufschläge erhoben, die als sogenannte „Forward-Prämien“ bekannt sind. Hier gilt es also, das Zinsniveau im Blick zu behalten, Risiko und Chance abzuwägen und sich optimalerweise ausführlich von einem Experten mit fachspezifischer Kenntnis beraten zu lassen. 

Schritt für Schritt zur Fertighaus Finanzierung

Es mögen viele Wege nach Rom führen, doch ins Traumhaus führt der Weg für den Großteil der Bauherren nur über eine Fertighaus Finanzierung. Bevor der Hausbau endlich beginnen kann, müssen Bauherren dabei diese Schritte meistern:

1. Kosten für den Hausbau berechnen

Als allererstes sind die Kosten für den Bau der gewünschten Immobilie zu bestimmen. Hierfür wird der vom Fertighaus Anbieter verlangte Preis mit den Aufwendungen für Dienstleistungen addiert, die nicht in der Leistungsbeschreibung im Haus-Vertrag enthalten sind und entsprechend separat in Auftrag gegeben werden müssen. Rechnet man die Nebenkosten, zum Beispiel Notargebühren, Zahlungen für Vermessung und Begutachtung, Erschließungskosten und Grundbuchgebühr, hinzu, ergibt sich daraus die benötigte Gesamtsumme des Darlehens. 

2. Eigenkapital ermitteln

Es folgt die Ermittlung des Eigenkapitals, wobei in diesem Zusammenhang auch Eigenkapitalersatzmittel (zum Beispiel Immobilien und Arbeitgeberkredite) zu berücksichtigen sind.  

3. Tilgungsraten und Abzahlungsdauer berechnen

Dann steht die Haushaltsrechnung an: Wie viel Geld wird monatlich eingenommen und wie viel davon wird für die Deckung laufender Kosten benötigt? Wie viel bleibt – inklusive eines Puffers für „Notfälle“ – übrig und kann entsprechend in die Abzahlung des Darlehens investiert werden? Ausgehend von dieser Summe lässt sich die reguläre Abzahlungsdauer des Darlehens ermitteln. 

4. Anspruch auf Fördermittel für den Haus-Bau prüfen

Als Bauherr sollte man außerdem nicht vergessen, zu überprüfen, inwiefern Fördermittel für den Bau der Immobilie, beispielsweise Baukindergeld, beantragt werden können. 

5. Angebote einholen und Verträge unterzeichnen

Schließlich können Kredit-Angebote eingeholt werden, für deren Vergleich sich eine Beratung durch einen Finanzierungsberater anbietet. Ist ein geeignetes Hausbau-Darlehen gefunden, müssen nur noch die Verträge unterzeichnet werden. 

6. Grundschuldbestellungsurkunde anfordern

Damit Banken das Haus als Sicherheit für die Fertighaus Finanzierung listen können, muss eine Grundschuldbestellungsurkunde beantragt werden, was eine notarielle Beglaubigung erfordert. 

7. Hausbau/ Haus Kauf finanzieren

Und dann ist das Traumhaus auch schon in greifbarer Nähe: Das Geld wird ausbezahlt und kann zur Fertighaus Finanzierung eingesetzt werden. 

Fertighaus Finanzierung mit Finanzierungsexperten in Angriff nehmen

Vom Vergleich der Vorteile und Nachteile verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten und die Klärung von Fragen rund um den Hausbau über das Vergleichen und Bewerten von Angeboten bis hin zur Prüfung von Verträgen profitieren Bauherren von kompetenten, fachkundigen Finanzierungsexperten an ihrer Seite. Ein Hinweis unsererseits: Geht es um das Thema Baufinanzierung, sind Bauherren beim Expertenteam von Fertighaus-Finanzierung (fertighaus-finanzierung.de) an der richtigen Adresse. Dort kümmern sich erfahrene Profis um die Kundenanliegen und setzen ihr geballtes Fachwissen dafür ein, dass zukünftige Bauherren zu einer Fertighaus Finanzierung finden, die optimal zu ihren Vorstellungen, Ansprüchen, Lebenssituationen und Bedürfnissen passt.

Falls sie mehr über das Thema Bauen erfahren möchten und was es dabei zu beachten gilt, dann sollten Sie einen Blick auf meine Homepage werfen. Hier finden Sie viele weitere interessante Informationen. 

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